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Geld zu Sterntalern?
Quelle: Barbara Walzer (bw.)©

In Frankfurt | Fair Finance Week

Geld und Gutes Tun?

13.11. bis 17.11. | Fünf nachhaltige Themen

Die Wortkombination, die den Menschen angeblich zuerst in Verbindung mit »Finanzen« einfällt, ist »Finanzkrise«. Nicht von ungefähr war dies auch das »Wort des Jahres 2008«. Sie entstand nicht zuletzt, weil sich »Finanzdienstleister« nicht mehr auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrierten, Nachfrager und Besitzer von Geld zusammenzubringen, sondern Geld als Selbstzweck im mehr und mehr geschlossenen System verstanden. Vor diesem Hintergrund versuchen sich derzeit vier Banken – GLS, Triodos, Oikocredit und Evangelische Bank – im »Fair Finance Network« wieder für ein faires Finanzsystem mit einer dienenden Rolle der Finanzdienstleister zu positionieren – und zwar gleichermaßen für die Gesellschaft und für die einzelnen Menschen.

In der »Fair Finance Week« gehen diese Banken einmal im Jahr in Frankfurt der Frage nach, ob Geld auch gezielt Gutes tun kann. Im Kern geht es dabei um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sowie um Rolle und Möglichkeiten nachhaltiger Wirtschaftspolitik(en) und Finanzanlagen, um mit ihnen die Gesellschaft zu steuern und den Menschen zugleich eine gute Möglichkeit zu geben, ihr Geld einzusetzen. An fünf Abenden von Montag bis Freitag diskutieren Fair Finance- Ökonomen, Nachhaltigkeitsexperten und interessierte Besucher miteinander über Werte im Finanzsystem, über die Rolle des Geldes für ein gutes Leben und über die Einflussmöglichkeiten auf die »große« Finanzwirtschaft. Es geht um die UN-Entwicklungsziele (Montag), um die Welternährung (Dienstag), um das richtige Wachstum (Mittwoch), um den Klimaschutz (Donnerstag) und um den Einsatz von Geld (Freitag). Diskutiert immer wieder auch an konkreten Projekten wie Sekem in Ägypten oder dem Bedingungslosen Grundeinkommen in Deutschland und in anderen Ländern (vss.).