Martin Liebscher: FIFA Boardroam (aus der Serie »Familienalbum«)
Quelle: Martin Liebscher, VGBildkunst / RAY©

Festivals | RAY2018

Extreme Fotografie

Fotografie an (fast) allen Orten

Kurz & knapp: Martin Liebscher ist Fotograf in Berlin und Professor in Offenbach. Sein Lieblingsprojekt und -motiv: Selbstinszenierungen. »Familienalbum« nennt er die Reihe, in welcher er sich in allen möglichen Rollen in eine Szenerie hineinmontiert. Zum Beispiel dutzendfach in einen Konferenzraum. Das Ergebnis: faszinierende politisch-gesellschaftliche Inszenierungen des scheinbar immer Gleichen. Irgendwie scheint Liebschers Kunst pars pro toto für die Fototriennale RAY2018 zu stehen. Wohin man im Sommer im Rhein-Main-Gebiet blickt, wird man allüberall die fotografische Inszenierung des Themas »Extreme« sehen: »Extreme. Territories« (Deutschen Börse, Frankfurt),  »Extreme. Environments« (Fotografie Forum, Frankfurt), »Extreme. Bodies« (Museum Angewandte Kunst, Frankfurt), dazu »Reine Leidenschaft« (Opelvillen, Rüsselsheim), »Holy Smoke« (Stadtmuseum, Hofheim) oder »H x B x T« (NKV, Wiesbaden) und noch einiges mehr. Erster Eindruck: eine oftmals faszinierende Inszenierung des nur scheinbar immer Gleichen … Nicht das immer Gleiche, sondern auf jeden Fall etwas Neues ist das Festival im Festival. RAY macht in diesem Jahr erstmals ein langes Festivalwochenende mit Vorträgen, Gesprächen und Workshops zum Auftakt der Triennale, um Fotografie nicht nur zu zeigen, sondern um auch über das diesjährige Thema »Extreme« und natürlich über die Fotografie(n) zu sprechen. Erster Eindruck hier: ein durchaus lohnenswertes Experiment … (vss.).