Die Welt im Corona-Schatten [1]

Hunderte Menschen – ein Wasserhahn

Das Leben im südafrikanischen Township Alexandra

 

Ein Wasserhahn in Alexandra, einem südafrikanischen Township bei Johannesburg. So weit, so unspektakulär. Doch in der Siedlung mit ihren vermutlich 400.000 bis 500.000 Menschen teilen sich oft einige Hunderte einen solchen Wasserhahn, ebenso wie ein paar Stunden Strom am Tag oder ein Dutzend Dixie-Toiletten. Die Frankfurter Fotografin Petra van Husen, die selbst drei Jahre in Johannesburg gelebt hat, streifte vor zwei Jahren mehrfach durch die Siedlung, die für viele Weiße noch heute als No-Go-Area gilt. Ihre Fotos erzählen von der Enge, dem Leben und dem Optimismus der Menschen, von Hütten, Hostels und schwieriger Hygiene, von kleinen Läden, Schuhputzern und 80 Kindern in zwei Räumen. Dies alles nur fünf Kilometer von Sandton entfernt, dem teuersten Geschäfts- und Shoppingviertel des afrikanischen Kontinents. Ein Blick in eine Welt, die nicht nur in Zeiten von Corona nachdenklich stimmt … (red.).