Kunsthalle Darmstadt - viel Platz zur Zeit nicht nur draußen
Quelle: Kunsthalle Darmstadt©

Ausstellungen

Kunst mit Konzept

Viel Platz in Ausstellungsräumen

Museen und Ausstellungsräume haben im Corona-Jahr einen schweren Stand. Hört man sich um, liegt der Besuch aktuell bei etwa 20, 30 oder 40 Prozent gegenüber »normal«. Und das, nachdem die Häuser im Frühjahr ohnehin ganz geschlossen waren. Ein wenig paradox ist die Situation schon. Bei aller Vorsicht einer solchen Aussage: Aber gerade viele Museen und Ausstellungsräume gehören derzeit wohl zu den eher sicheren (Kultur-) Orten in der Region. Zum einen bieten gerade Museen und große Ausstellungsräume wie die Museen Angewandte und Moderne Kunst in Frankfurt, das Museum Wiesbaden oder die Kunsthalle Darmstadt per se viel Platz durch ihre weiten, großzügigen Räume. Zum anderen sorgt das ausgedünnte Publikum in den auch sonst selten überlaufenen Kunsttempeln für viel Freiraum. Vor allem aber haben die Häuser mittlerweile ausgefeilte Hygiene-Konzepte, die sicher mehr Sicherheit verheißen als Opern- oder Friedberger Plätze in Frankfurt. Einzig Lüften ist häufig ein Problem.

Aus diesem Grunde empfiehlt Urban shorts auch weiterhin ausgewählte Ausstellungen in FrankfurtRheinMain. Wohlgemerkt: Ausstellungen, nicht unbedingt deren Vernissagen. Wobei sich hier die Soft Openings über viele Stunden bei großen Häusern durchaus bewährt haben. Punkten können bei Ausstellungen derzeit neben den genannten Häusern etwa die gleichsam tierische und allzu menschliche Dreier-Schau »Artentreffen« in Wiesbaden, Offenbach und Rüsselsheim sowie einige sehr unterschiedliche Highlights in Darmstadt (»Tomàs Saraceno«), Bad Homburg (»Was ist Natur?«) oder Frankfurt (»#neuland«), wobei im Bad Homburger Sinclair Haus tatsächlich der Platz recht eng sind. Aber auch kleinere Räume wie etwa die Ausstellungshalle, das Heussenstamm oder die Galerie Peter Sillem in Frankfurt sind durchaus empfehlenswert. Denn was für viele Museen gilt, stimmt häufig auch für diese Ausstellungsräume. Zwar haben sie per se weniger Platz als ein Museum, dafür aber schon immer auch deutlich weniger Besucher*innen. Das Heussenstamm etwa hatte zuletzt mit den Ausstellungen von Niko Neuwirth und Asal Khosravi einige Dutzend Besucher*innen pro Tag. Kleine Galerien etwa in der Frankfurter Fahrgasse, in die eigentlich noch weniger Menschen passen (würden), begrüßen ihre Gäste ohnehin meist nur »per Handschlag« (was in diesem Falle natürlich als Redewendung gemeint ist); und zwar völlig unabhängig von Corona. Zudem gelten auch in diesen freien Ausstellungsräumen Hygienekonzepte, sind etwa Maskentragen und Desinfektionsmittel Standard. Gerade »die Fahrgasse« hat übrigens ganz gute Voraussetzungen: viele Räume nebeneinander und viel Platz in der Straße dazwischen. Einzig könnte vielleicht mal jemand auf die Idee kommen, in Corona-Zeiten bei gemeinsamen Openings eben jene Straße abzusperren. Zugangsbeschränkungen ab einer bestimmten Zahl von Besucher*innen gelten übrigens bei allen genannten Häusern. Allerdings sind in diesem Herbst noch nirgendwo Schlangen gesichtet worden … (sfo.).