Immer schräg und anders - die Clubs des Hans R.
Quelle: Barbara Walzer (bw.)©

Der Ort | Back to the Roots

Romanov-Revival im Bahnhofsviertel

(S)ein neu-alter Club in der Elbestraße

Kurz & knapp: Urban shorts gibt normalerweise keine Party- oder Gastrotipps. Wenn doch, dann muss es schon etwas besonderes sein. Voilà: Hans Romanov ist ins Bahnhofsviertel zurückgekehrt. Dorthin, wo er vor drei Jahrzehnten mit seinen immer etwas schrägen und immer etwas anderen Club Locations seine Anfänge nahm. Mitten im Milieu, an den Wochenenden und zuweilen vor Feiertagen öffnet er seit Ende 2017 seinen Club in der Elbestraße … (red.).

Agenda | Ansichten

Aus Avantgarde & Off Spaces

Neue Ausstellungen in Frankfurt & RheinMain

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Kunst und Mensch | (c) Hans-Jürgen Herrmann (aus seiner Bilderserie NeuliXt)

Die Agenda »Avantgarde & Off Spaces« ist eine Auswahl interessanter Ausstellungen, die in Frankfurt und Umgebung in Kürze eröffnen oder gerade eröffnet wurden | Die Auswahl vereint vor allem Ausstellungen aus den Bereichen Avantgarde oder Off Spaces und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit | Die Agenda wird Ihnen präsentiert von urban shorts und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain | Weitere Veranstaltungen finden Sie in der Randspalte (Desktop-Version) oder weiter unten (mobile Version)

 

In diesen Tagen

17.01. + 19:00 Uhr | Eva Schwab: Fisimatent | F + Galerie Perpétuel + Oppenheimer Str. 39 | bis 23.02.2019 | Mehr Infos: FB perpetuel

18.01. + 19:00 Uhr | Moderne am Main 1919-1933 | F + MAK + Schaumainkai 17 | bis 14.04.2019 | Mehr Infos: mak

18.01. + 19:00 Uhr | Karen Ann Jahnke: Heimat | F + Kunstraum Schwalbe 54 + Schwalbacher Str. 54 | Mehr Infos: schwalbe54

18.01. + 19:00 Uhr | Alexandra Duwe + Holger Wüst | F + Kunstverein Montez + Honsellbruecke | Mehr Infos: Montez

19.01. + 17:00 Uhr | Beuys – Kressnig – Spemann … und ihre Skulpturen im Stadtraum| WI + KunstHaus + Schulberg 10 | bis 02.03.2019 | Mehr Infos: KunstHaus

 

Bereits laufende Ausstellungen finden Sie in  > AGENDA | ANSICHTEN 2

Festivals im Jahr 2019  > AGENDA | MEHR SICHTEN

Mehr Kulturtipps  > URBAN AGENDA  +  > ART(S) AGENDA

Barbara Walzer (bw.)©
Geri und ihre beste Freundin
Quelle: privat©

Ausstellung | Like you!

Der Freundschaft auf der Spur

Über digitale und analoge Beziehungen

Vielfältig sind die Stationen, an denen wir Freunde finden, aber auch wieder verlieren können: in der Kita, während der Schulzeit, in der Ausbildung oder an der Uni, als Familie, im Job, im Alter, in Zeiten von Trennung und Krankheit. Freunde finden, Freunde haben und Freunde verlieren – So heißen denn auch die großen Bereiche der interaktiven und interdisziplinären Ausstellung im Museum für Kommunikation und laden den Besucher ein zum großen Freundschaftstest. Wie werden Freundschaften geknüpft und gepflegt, was stärkt oder belastet sie? Was passiert, wenn sie auseinandergehen? Wie haben Smartphones und soziale Netzwerke Freundschaften oder das Bild davon geprägt?

Zum Erkunden lädt nicht nur der Entdeckertisch auf dem »Marktplatz der Freundschaft« ein: mit Zettelpost, Maltisch, E-Buddy oder den Robotern Paro und AIBO. Auch Alltagsdinge, Statements oder Expertenmeinungen formen das Bild. Eindrucksvoll zeigt eine übergroße »Biografie der Freundschaft« all die möglichen Verbindungen zwischen Menschen. Und der Überblick »Freund.schaft plus«, der Abkürzungen und Begriffe aus Chats sowie Alltagssprache mit Vorschlägen für passende Emojis zusammenstellt, lässt schmunzeln.  Nach dieser Bestandsaufnahme überrascht es nun nicht mehr, dass die Schlange vor der Fotobox zum Schießen eines eigenen Erinnerungsfotos mit dem/der Freund/in oder abendlichen Zufallsbekanntschaft sehr lang ist. Es ist übrigens nicht der einzige Ort in der Ausstellung, an dem die Besucher selbst mitmischen können (loe.).

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Ausschnitt aus dem Filmplakat
Quelle: Prokino Filmverleih©

Der Film | Everybody knows

Was jeder weiß …

Eine Familiengeschichte von Asghar Farhadi

Jeder kennt komplizierte Familiengeschichten.  So wie jene in »Everybody knows« des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi. Laura – gespielt von Penélope Cruz – kommt mit ihren beiden Kindern aus Argentinien zu einer Hochzeit in ihr Heimatdorf in Spanien. Dort trifft sie auf ihren Freund aus Jugendzeiten: Paco – gespielt von Javier Bardem, Penélope Cruz’ Ehemann im echten Leben. In atemberaubenden und angstmachenden Szenen brettert Lauras jugendliche Tochter mit einem Freund auf dem Motorrad über verstaubte Feldwege. Doch das Unglück lauert anderswo. Und Laura verwandelt sich von der bewunderten Besucherin zur vom Leid gequälten Mutter, die nach und nach vieles eingestehen muss …

Es ist eine komplizierte Familiengeschichte. So wie viele Menschen komplizierte Familiengeschichten kennen. Das macht den Film stark. Einige Kritiker haben Asghar Farhadi vorgeworfen, dass er in »Everybody knows« die spanische Realität nicht genügend beleuchtet. Doch darum geht es dem Filmemacher aus dem Iran nicht. Farhadi, dessen Werk 2018 die Filmfestspiele von Cannes eröffnete und der im Frühjahr dazu nicht nach Europa reisen durfte, versteht sich auf das Universelle. Er schildert die Konflikte innerhalb einer Familie. Den Neid, die Geheimnisse und die Tabus, welche die Menschen überall mürbe machen. Ein Film, der zum Nachdenken über das eigene Leben anregt … (lys.).

Prokino Filmverleih©
Eine künstlerische Aufarbeitung vor und von Micas Kultgalerie Perpétuel
Quelle: Hans-Jürgen Herrmann©

Orte + Menschen | Perpétuel

Die kleine Städel-Schule

»Micas« kleines Zuhause Frankfurter Künstler

2017 feierte die altehrwürdige Frankfurter Städel-Schule ihr 200-jähriges Bestehen – und sah dabei schon etwas alt aus. Die Auswahl geladener Ehemaliger wirkte sehr selektiert, und auffällig wenige Studenten und nicht-professorale Mitarbeiter waren zu sehen. Wobei die jüngsten Städel-Rundgänge und Absolventen-Arbeiten allerdings auch nahelegten, dass es aktuell offenbar wenig zu feiern gibt. Am meisten verblüffte aber, dass in der Schule niemand auf die naheliegende Idee kam, eine Ausstellung mit Ehemaligen und ihren Arbeiten zu machen. Das ermöglichte dem Frankfurter Fast-Nebenbei-Galeristen Milorad Prentovic einen Coup: die kleine, aber feine Ausstellung »200 Jahre. 200 Künstler«. Am Ende waren tatsächlich fast 200 Künstler zu sehen. Wenn auch nicht aus 200 Jahren. Doch die Schau vereinte in den zwei kleinen Räumen einen Steinwurf von der Schule entfernt annähernd 200 Ehemalige aus den letzten Jahrzehnten und war mit Werken von Anny Öztürk und Bea Emsbach bis Yasuaki Kitagawa und Günter Zehetner geradezu ein Who is who aus guten Tagen der Schule. Und zeigte eindrucksvoll, welche Qualität in den letzten Jahrzehnten in der Frankfurter Vorzeige-Institution produziert wurde …

Dass ausgerechnet Milorad – kurz »Mica« – Prentovic in seiner kleinen Galerie Perpétuel diese große Ausstellung zeigte, kommt aber nicht von ungefähr. Mica ist – wenn es so etwas gibt – eine Art »Artoholic« mit einem besonderen Draht zu Ex-Städelschülern. Seit 15 Jahren betreibt er nach zwei kleinen Galerien in Belgrad und Dubrovnik nun die beiden Ausstellungsräume direkt neben seinem nicht minder kleinen Studio als Bilderrahmenbauer. Über 100 Ausstellungen waren dort bereits zu sehen, stets nach persönlichem Gusto Micas (Lieblingssatz: »Ein toller Künst­ler, mag ich sehr!«) ausgewählt und scheinbar einfach ausgestellt. Etwas Kunst, etwas Wein, viele Menschen – So lautete die oft simple Devise. Nun mochte man in frühen Jahren manchmal noch über die Qualität der Kunst streiten. Doch das Besondere war immer, dass er es schaffte, den kleinen Off Space zu einem Zuhause Frankfurter Künstler und ihrer Freunde zu machen. Und zwar nicht nur als Ausstellungsraum, sondern als Ort, an dem viele von ihnen wie in einer Familie zusammenkamen und sich an Vernissage-Abenden in und vor den Räumen beim Rotwein trafen. Und so musste Mica für die Ausstellung »nur« aus seinem Fundus schöpfen. Oder seine Freunde fragen – wie auch immer man es nimmt. Steter Tropfen höhlte offenbar den Stein. In diesem Falle übrigens doppelt: Früher gab es einmal das teils böse, teils liebevolle Bonmot, dass es bei Mica (fast) die schlechteste Kunst und (fast) den besten Rotwein gäbe. Die erste Hälfte stimmt schon lange nicht mehr, doch der Rotwein ist trotzdem nicht schlechter geworden. Apropos: Es passte zu Mica und der ungewöhnlichen Galerie, dass die 200er-Ausstellung mehrfach verlängert wurde – zuletzt sogar über die Finissage hinaus bis Mitte März … (vss.).

Agenda | Ansichten 2

Mehr aus Avantgarde & Off Spaces

Ausgewählte Ausstellungen in FrankfurtRheinMain

BESONDERS SEHENSWERT 

Jim Avignon: A Bigger Brother | F + Museum für Kommunikation | Foto: supervisor / Jim Avignon | Mehr Infos: >> Klick auf das Bild

Ausstellungen, die uns besonders gut gefallen haben, erhalten nach der Vernissage den Zusatz »von der Redaktion empfohlen« oder »klein, aber fein« | Besonders hervorgehoben: das »Best of« der bis zu sechs Ausstellungen, welche die Redaktion gerade besonders empfiehlt | Ausstellungen, die in Kürze enden, tragen den Zusatz: »Die letzte Woche« oder »Noch eine Woche«   

 

Jim Avignon – A Bigger Brother | F + Museum für Kommunikation + Schaumainkai 53 | bis Mai 2019 | Mehr Infos: MfK | von der Redaktion empfohlen

Leo Grewenig: Tinten – Tiere | DA + Landesmuseum Darmstadt + Friedensplatz 1 | bis Februar 2019 | Mehr Infos: HLMD | von der Redaktion empfohlen

Like you! Freundschaft digital & analog | F + Museum für Kommunikation + Museumsufer | bis September 2019 | Mehr Infos: Museum für Kommunikation | von der Redaktion empfohlen

Weil ich nun mal hier lebe | Gruppenausstellung | F + MMK Tower + TaunusTurm | bis März 2019 | Mehr Infos: MMK | von der Redaktion empfohlen

Piet Mondrian: Natur und Konstruktion | WI + Landesmuseum + Friedrich-Ebert-Allee 2 | bis Februar 2019 | Mehr Infos: Landesmuseum | von der Redaktion empfohlen

Dagegen! Dafür? Revolution. Macht. Geschichte.| F + Junges Museum | bis  März 2019 | Mehr Infos: Junges Museum | von der Redaktion empfohlen

 

AUCH NOCH SEHENSWERT

Der Blick zurück: Virtual Insanity | MZ + Kunsthalle + 03.08. bis 18.11.2018 | Foto: Kunsthalle / Norbert Miguletz | Mehr Infos: >> Klick auf das Bild

Friederike Walter und Jochen Mucha: Transparenz und Blickdichte | Marburg + Kunstverein + Gerhard-Jahn-Platz 5 | bis Januar 2019 | Mehr Infos: marburger-kunstverein

Lara Favaretto: Need or no Need | MZ + Kunsthalle + Am Zollhafen 3-5 | bis Februar 2019 | Mehr Infos: Kunsthalle

Maria Loboda: idyll in an electronics factory | F + Schirn + Römerberg | bis Februar 2019 | Mehr Infos: Schirn

Eun-Joo Shin: Durchsicht | Sprendlingen + Volksbank + Offenbacher Str. 2 | bis Januar 2019 | Mehr Infos: VorsichtKunst

Anna Meuer: Album | DA + Literaturhaus + Kasinostraße 3 | bis März 2019 | Mehr Infos: Literaturhaus DA

Sicht – das, was man von einem bestimmten Punkt aus sehen kann | F + Eulengasse + Seckbacher Landstr. 16 | bis 20.01.2019 | Mehr Infos: Eulengasse

Irene Hardjanegara: Everything is Everything | F + 1822-Forum + Fahrgasse 9 | bis 16.02.2019 | Mehr Infos: Hardjanegara

Tatiana Lecomte und Sara-Lena Maierhofer | F + DZ Bank Art Foyer + Platz der Republik | bis  Februar 2019 | Mehr Infos: DZ Bank

Best Highrises 2018/19 | F + Architekturmuseum + Schaumainkai 43 | bis März 2019 | Mehr Infos: DAM

Emmanuelle Rapin und Angelika Krinzinger: Sauvage | DA + Jagdschloss Kranichstein + Kranichsteiner Str. 261 | bis Februar 2019 | Mehr Infos: TU Kunstforum

Madeleine Dietz: Korrespondenzen | MZ + Landesmuseum + Große Bleiche 49-51 | bis April 2019 | Mehr Infos: Landesmuseum

Sabine Zimmermann & Andreas Rohrbach: Wir sind das Fleisch | F + b.k.i. Bewohnte Kunstinstallation + Seehofstr. 8 a | bis Januar 2019 | Mehr Infos: b.k.i. (fb)

Grey is the new pink | F + Weltkulturen Museum + Museumsufer | bis  September 2019 | Mehr Infos: Weltkulturen Museum

Lotte Laserstein: Von Angesicht zu Angesicht | F + Städel Museum + Schaumainkai 63 | bis März 2019 | Mehr Infos: Städel Museum

Hautnah – Die Filmkostüme von Barbara Baum | F + Filmmuseum + Museumsufer | bis März 2019 | Mehr Infos: Filmmuseum

Get in Touch with Barbara Baum | F + DialogMuseum + Hanauer Landstr. 145 | bis März 2019 | Mehr Infos: dialogmuseum

Gib Stoff! Mitmachausstellung | RÜ + Stadt- und Industriemuseum | bis April 2019 | Mehr Infos: Museum Rüsselsheim

Banker, Bordelle und Bohème | F + Institut für Stadtgeschichte + Karmeliterkloster | bis April 2019 | Mehr Infos: ISG

 

Falls Sie an dieser Stelle eine besondere Vernissage / Ausstellung aus FrankfurtRheinMain vermissen, teilen Sie uns dies bitte über das Kontaktformular unten kurz mit. Die Kalender werden ständig aktualisiert.