Agenda | Ansichten

Aus Avantgarde & Off Spaces

Neue Ausstellungen in Frankfurt & RheinMain

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Kunst und Mensch | (c) Hans-Jürgen Herrmann (aus seiner Bilderserie NeuliXt)

Die Agenda »Avantgarde & Off Spaces« ist eine Auswahl interessanter Ausstellungen, die in Frankfurt und Umgebung in Kürze eröffnen oder gerade eröffnet wurden | Die Auswahl vereint vor allem Ausstellungen aus den Bereichen Avantgarde oder Off Spaces und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit | Die Agenda wird Ihnen präsentiert von urban shorts und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain | Weitere Veranstaltungen finden Sie in der Randspalte (Desktop-Version) oder weiter unten (mobile Version)

 

In diesen Tagen

27.03. + 18:00 Uhr | Die Linie ist ein Punkt, der spazieren geht | MZ + Gutenberg-Museum + Liebfrauenplatz 5 | bis 01.06.2019 | Mehr Infos: gutenberg-museum

28.03. + 19:00 Uhr | Francisco Morales: something that shines like the sea | F + Galerie Perpétuel + Oppenheimer Str. 39 | Mehr Infos: perpetuel (fb)

30.03. + 19:00 Uhr | Römer + Römer: Moon Landing Biker | OF + Art/OF/gallery + Ernst-Griesheimer-Platz 6a | bis 26.05.2019 | Mehr Infos: art-offenbach

31.03. + 11:00 Uhr | Chiharu Shiota – Gedankenlinien | HG + Museum Sinclair-Haus + Löwengasse 15 | bis 16.06.2019 | Mehr Infos: museumsinclairhaus

01.04. + 19:00 Uhr | Ljuba Stille: Die Telefongesellschaft | F + Frankfurter KunstSäule + Am Spielplatz Brückenstraße | Mehr Infos: frankfurter-kunstsaeule

 

Bereits laufende Ausstellungen finden Sie in  > AGENDA | ANSICHTEN 2

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Geri und ihre beste Freundin
Quelle: privat©

Ausstellung | Like you!

Der Freundschaft auf der Spur

Über digitale und analoge Beziehungen

Vielfältig sind die Stationen, an denen wir Freunde finden, aber auch wieder verlieren können: in der Kita, während der Schulzeit, in der Ausbildung oder an der Uni, als Familie, im Job, im Alter, in Zeiten von Trennung und Krankheit. Freunde finden, Freunde haben und Freunde verlieren – So heißen denn auch die großen Bereiche der interaktiven und interdisziplinären Ausstellung im Museum für Kommunikation und laden den Besucher ein zum großen Freundschaftstest. Wie werden Freundschaften geknüpft und gepflegt, was stärkt oder belastet sie? Was passiert, wenn sie auseinandergehen? Wie haben Smartphones und soziale Netzwerke Freundschaften oder das Bild davon geprägt?

Zum Erkunden lädt nicht nur der Entdeckertisch auf dem »Marktplatz der Freundschaft« ein: mit Zettelpost, Maltisch, E-Buddy oder den Robotern Paro und AIBO. Auch Alltagsdinge, Statements oder Expertenmeinungen formen das Bild. Eindrucksvoll zeigt eine übergroße »Biografie der Freundschaft« all die möglichen Verbindungen zwischen Menschen. Und der Überblick »Freund.schaft plus«, der Abkürzungen und Begriffe aus Chats sowie Alltagssprache mit Vorschlägen für passende Emojis zusammenstellt, lässt schmunzeln.  Nach dieser Bestandsaufnahme überrascht es nun nicht mehr, dass die Schlange vor der Fotobox zum Schießen eines eigenen Erinnerungsfotos mit dem/der Freund/in oder abendlichen Zufallsbekanntschaft sehr lang ist. Es ist übrigens nicht der einzige Ort in der Ausstellung, an dem die Besucher selbst mitmischen können (loe.).

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Ausschnitt aus dem Filmplakat
Quelle: Prokino Filmverleih©

Der Film | Everybody knows

Was jeder weiß …

Eine Familiengeschichte von Asghar Farhadi

Jeder kennt komplizierte Familiengeschichten.  So wie jene in »Everybody knows« des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi. Laura – gespielt von Penélope Cruz – kommt mit ihren beiden Kindern aus Argentinien zu einer Hochzeit in ihr Heimatdorf in Spanien. Dort trifft sie auf ihren Freund aus Jugendzeiten: Paco – gespielt von Javier Bardem, Penélope Cruz’ Ehemann im echten Leben. In atemberaubenden und angstmachenden Szenen brettert Lauras jugendliche Tochter mit einem Freund auf dem Motorrad über verstaubte Feldwege. Doch das Unglück lauert anderswo. Und Laura verwandelt sich von der bewunderten Besucherin zur vom Leid gequälten Mutter, die nach und nach vieles eingestehen muss …

Es ist eine komplizierte Familiengeschichte. So wie viele Menschen komplizierte Familiengeschichten kennen. Das macht den Film stark. Einige Kritiker haben Asghar Farhadi vorgeworfen, dass er in »Everybody knows« die spanische Realität nicht genügend beleuchtet. Doch darum geht es dem Filmemacher aus dem Iran nicht. Farhadi, dessen Werk 2018 die Filmfestspiele von Cannes eröffnete und der im Frühjahr dazu nicht nach Europa reisen durfte, versteht sich auf das Universelle. Er schildert die Konflikte innerhalb einer Familie. Den Neid, die Geheimnisse und die Tabus, welche die Menschen überall mürbe machen. Ein Film, der zum Nachdenken über das eigene Leben anregt … (lys.).

Prokino Filmverleih©
Eine künstlerische Aufarbeitung vor und von Micas Kultgalerie Perpétuel
Quelle: Hans-Jürgen Herrmann©

Orte + Menschen | Perpétuel

Die kleine Städel-Schule

»Micas« kleines Zuhause Frankfurter Künstler

2017 feierte die altehrwürdige Frankfurter Städel-Schule ihr 200-jähriges Bestehen – und sah dabei schon etwas alt aus. Die Auswahl geladener Ehemaliger wirkte sehr selektiert, und auffällig wenige Studenten und nicht-professorale Mitarbeiter waren zu sehen. Wobei die jüngsten Städel-Rundgänge und Absolventen-Arbeiten allerdings auch nahelegten, dass es aktuell offenbar wenig zu feiern gibt. Am meisten verblüffte aber, dass in der Schule niemand auf die naheliegende Idee kam, eine Ausstellung mit Ehemaligen und ihren Arbeiten zu machen. Das ermöglichte dem Frankfurter Fast-Nebenbei-Galeristen Milorad Prentovic einen Coup: die kleine, aber feine Ausstellung »200 Jahre. 200 Künstler«. Am Ende waren tatsächlich fast 200 Künstler zu sehen. Wenn auch nicht aus 200 Jahren. Doch die Schau vereinte in den zwei kleinen Räumen einen Steinwurf von der Schule entfernt annähernd 200 Ehemalige aus den letzten Jahrzehnten und war mit Werken von Anny Öztürk und Bea Emsbach bis Yasuaki Kitagawa und Günter Zehetner geradezu ein Who is who aus guten Tagen der Schule. Und zeigte eindrucksvoll, welche Qualität in den letzten Jahrzehnten in der Frankfurter Vorzeige-Institution produziert wurde …

Dass ausgerechnet Milorad – kurz »Mica« – Prentovic in seiner kleinen Galerie Perpétuel diese große Ausstellung zeigte, kommt aber nicht von ungefähr. Mica ist – wenn es so etwas gibt – eine Art »Artoholic« mit einem besonderen Draht zu Ex-Städelschülern. Seit 15 Jahren betreibt er nach zwei kleinen Galerien in Belgrad und Dubrovnik nun die beiden Ausstellungsräume direkt neben seinem nicht minder kleinen Studio als Bilderrahmenbauer. Über 100 Ausstellungen waren dort bereits zu sehen, stets nach persönlichem Gusto Micas (Lieblingssatz: »Ein toller Künst­ler, mag ich sehr!«) ausgewählt und scheinbar einfach ausgestellt. Etwas Kunst, etwas Wein, viele Menschen – So lautete die oft simple Devise. Nun mochte man in frühen Jahren manchmal noch über die Qualität der Kunst streiten. Doch das Besondere war immer, dass er es schaffte, den kleinen Off Space zu einem Zuhause Frankfurter Künstler und ihrer Freunde zu machen. Und zwar nicht nur als Ausstellungsraum, sondern als Ort, an dem viele von ihnen wie in einer Familie zusammenkamen und sich an Vernissage-Abenden in und vor den Räumen beim Rotwein trafen. Und so musste Mica für die Ausstellung »nur« aus seinem Fundus schöpfen. Oder seine Freunde fragen – wie auch immer man es nimmt. Steter Tropfen höhlte offenbar den Stein. In diesem Falle übrigens doppelt: Früher gab es einmal das teils böse, teils liebevolle Bonmot, dass es bei Mica (fast) die schlechteste Kunst und (fast) den besten Rotwein gäbe. Die erste Hälfte stimmt schon lange nicht mehr, doch der Rotwein ist trotzdem nicht schlechter geworden. Apropos: Es passte zu Mica und der ungewöhnlichen Galerie, dass die 200er-Ausstellung mehrfach verlängert wurde – zuletzt sogar über die Finissage hinaus bis Mitte März … (vss.).

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Mehr aus Avantgarde & Off Spaces

Ausgewählte Ausstellungen in FrankfurtRheinMain

BESONDERS SEHENSWERT 

Jim Avignon: A Bigger Brother | F + Museum für Kommunikation | Foto: supervisor / Jim Avignon | Mehr Infos: >> Klick auf das Bild

Ausstellungen, die uns besonders gut gefallen haben, erhalten nach der Vernissage den Zusatz »von der Redaktion empfohlen« oder »klein, aber fein« | Besonders hervorgehoben: das »Best of« der bis zu sechs Ausstellungen, welche die Redaktion gerade besonders empfiehlt | Ausstellungen, die in Kürze enden, tragen den Zusatz: »Die letzte Woche« oder »Noch eine Woche«   

 

Jim Avignon – A Bigger Brother | F + Museum für Kommunikation + Schaumainkai 53 | bis Mai 2019 | Mehr Infos: MfK | von der Redaktion empfohlen

Like you! Freundschaft digital & analog | F + Museum für Kommunikation + Museumsufer | bis September 2019 | Mehr Infos: Museum für Kommunikation | von der Redaktion empfohlen

Moderne am Main 1919-1933 | F + MAK + Schaumainkai 17 | bis 14.04.2019 | Mehr Infos: mak | von der Redaktion empfohlen

Neuer Mensch, neue Wohnung | F + DAM + Schaumainkai 43 | bis 18.08.2019 | Mehr Infos: dam | von der Redaktion empfohlen

Tizian und die Renaissance in Venedig | F + Städel + Schaumainkai 63 | bis 26.05.2019 | Mehr Infos: städel | von der Redaktion empfohlen

Weil ich nun mal hier lebe | Gruppenausstellung | F + MMK Tower + TaunusTurm | bis 31.03.2019 | Mehr Infos: MMK | von der Redaktion empfohlen

Dmitry Teselkin: Kulturopfer | F + 1822-Forum + Fahrgasse 9 | bis 30.03.2019 | Mehr Infos: 1822-forum

Graciela Iturbide | F + Fotografie Forum Frankfurt + Braubachstr. 30-32 | bis 30.06.2019 | Mehr Infos: fffrankfurt 

Oliver Tüchsen: Malen aus Rache | F + Atelier Frankfurt + Schwedlerstr. 1-5 | bis 17.05.2019 | Mehr Infos: atelierfrankfurt | von der Redaktion empfohlen

Nathalie Djurberg & Hans Berg: A Journey Through Mud And Confusion With Smal Glimpses Of Air | bis 26.05.2019 | F + Schirn + Römerberg | Mehr Infos: schirn | von der Redaktion empfohlen

 

AUCH NOCH SEHENSWERT

Der Blick zurück: Virtual Insanity | MZ + Kunsthalle + 03.08. bis 18.11.2018 | Foto: Kunsthalle / Norbert Miguletz | Mehr Infos: >> Klick auf das Bild

We love Photography! | F + Deutsche Börse + The Cube + Börsenplatz 4 | bis 24.05.2019 | Mehr Infos: DeutscheBörse

Nullpunkt der Orientierung. Fotografie als Verortung im Raum | F + DZ Bank + Art Foyer | bis 25.05.2019 | Mehr Infos: DZ Bank

Bruno Gironcoli | F + Schirn Kunsthalle + Römerberg | bis 12.05.2019 | Mehr Infos: schirn

Ernst Kahl – Vergessene Katastrophen | bis 12.05.2019 | F + Caricatura Museum + Weckmarkt 17 | Mehr Infos: caricatura

And This is Us: Junge Kunst aus Frankfurt | F + Frankfurter Kunstverein + Markt 44 | bis 12.05.2019 | Mehr Infos: fkv

Chenchanna: Kunst am Boden | F + Schwalbe 54 + Schwalbacher Str. 54 | Mehr Infos: projektionista (fb) | klein, aber fein

Schön weiß! Vom Zauber des Verborgenen | Fotoprojekt | bis 30.03.2019 | F + Maria + Fahrgasse 10 | Mehr Infos: weissvorblau

glam magic manufactory – Bettina Sellmann und René Luckhard | F + Main Triangel Oberfinanzdirektion + Zum Gottschalkhof 3 | bis 09.05.2019 | Mehr Infos: keine Angabe

Balada obscura: Sali Musliu | Wild at Art | F + KA:OST + Hanauer Landstr. 48a | bis 29.03.2019 | Mehr Infos: kaost | von der Redaktion empfohlen

Marie Charlotte Urena: Homo Sentimentalis | MZ + Haus Burgund + Große Bleiche 29 | bis 26.04.2019 | Mehr Infos: haus-burgund

Corinna Mayer – Inside of you | F + Ausstellungshalle 1 a + Schulstraße 1 A | bis 07.04.2019 | Mehr Infos: ausstellungshalle

Was anders ist … – Johannes Kriesche und Thomas Rösch | OF + BOK Galerie + Kirchgasse 29 | bis 30.03.2019 | Mehr Infos: bund-offenbacher-kuenstler

Eva Hesse – Zeichnungen | WI + Museum + Friedrich-Ebert-Allee 2 | bis 23.06.2019 | Mehr Infos: museum-wiesbaden

elektro ± mobil. Geschichte und Gegenwart einer Zukunftstechnologie | F + Museum für Kommunikation + Schaumainkai 53 | bis 13.10.2019 | Mehr Infos: mfk

Ich – Künstler im Selbstportrait | Gruppenausstellung | Neu-Isenburg + Waldschwimmbad + Alicestr. 118 | bis 26.04.2019 | Mehr Infos: ffk

Between Us | Interdisziplinäres Projekt von Motion Bank, tanzmainz und Kunsthalle Mainz | MZ + Kunsthalle + Am Zollhafen 3-5 | bis 16.06.2019 | Mehr Infos: Kunsthalle

Charlotte Trossbach: Liquid und Steve Johnson: Altered States | WI + DavisKlemmGallery + Steinern-Kreuz-Weg 22 | bis 13.04.2019 | Mehr Infos: davisklemmgallery

Die Karte und das Gebiet | Gruppenausstellung | OF + ART/OF/gallery + Ernst-Griesheimer-Platz 6A | bis 19.04.2019 | Mehr Infos: art-offenbach

Asja Schubert – Peter Reill: Fotografien | F + Der Mixer + Fahrgasse 22 | bis 04.05.2019 | Mehr Infos: dermixerffm

Christian Hellmich: Tivoli | F + Galerie Leuenroth + Fahrgasse 15 | bis 04.05.2019 | Mehr Infos: galerieleuenroth

Codec Romantic – Christian Bahr & Manuel Schneidewind | F + New Now art space + Schwedlerstr. 1| bis 05.04.2019 | Mehr Infos: newnowartspace (fb) und newnowartspace

Sofi Zezmer : Structural Change | WI + KunstHaus + Schulberg 10 | bis 12.05.2019 | Mehr Infos: kunsthauswiesbaden

Frobenius – Die Kunst des Forschens | F + Museum Giersch + Schaumainkai 83 | Mehr Infos: museum-giersch

Antanas Sutkus. Fotografien | RÜ + Opelvillen + Ludwig-Dörfler-Allee 9 | bis 28.04.2019 | Mehr Infos: opelvillen

Susannah Martin: Just Nature | DA + Kunstforum der TU Darmstadt + Hochschulstr. 1 | bis 26.05.2019 | Mehr Infos: tu-darmstadt

Madeleine Dietz: Korrespondenzen | MZ + Landesmuseum + Große Bleiche 49-51 | bis April 2019 | Mehr Infos: Landesmuseum

Grey is the new pink | F + Weltkulturen Museum + Museumsufer | bis  September 2019 | Mehr Infos: Weltkulturen Museum

Gib Stoff! Mitmachausstellung | RÜ + Stadt- und Industriemuseum | bis April 2019 | Mehr Infos: Museum Rüsselsheim

Banker, Bordelle und Bohème | F + Institut für Stadtgeschichte + Karmeliterkloster | bis April 2019 | Mehr Infos: ISG

 

Falls Sie an dieser Stelle eine besondere Vernissage / Ausstellung aus FrankfurtRheinMain vermissen, teilen Sie uns dies bitte über das Kontaktformular unten kurz mit. Die Kalender werden ständig aktualisiert.