Aus: Oratorium - She She Pop sucht noch ohne Publikum
Quelle: Benjamin Krieg©

Frankfurt | Mousonturm

Stadt (und Land) im Fokus

Ab 31.08.2018 | Saisonschwerpunkt »Stadt«

Es hat schon etwas von einer performativen Volksbefragung. Die Berliner Theatergruppe She She Pop lässt das Publikum sich gruppieren – und so Auskunft geben zu Fragen von Besitz und Besitzlosigkeit, zu Ein- und Auskommen, zu Miet- Untermiet- und sonstigen Verhältnissen. Und sie komponiert daraus eine performative Betrachtung der Stadt und der Gesellschaft im Theaterraum. She She Pop steht mit diesem neuen Stück »Oratorium. Kollektive Andacht zu einem wohlgehüteten Geheimnis« am Anfang des Mousonturm-Schwerpunktes »Eine Stadt wie Frankfurt«. Mehrere Wochen zum Beginn der Spielzeit und dann immer mal wieder bis in den Mai 2019 hinein stehen Stadt, Gesellschaft und Stadtgesellschaft im Mittelpunkt des Programms. Politisch und partizipativ soll das Programm sein, das Theater auch öffnen in die Stadt und in den Stadtraum – ob mit der Gruppe Ligna und ihrer »Invasion vom Planet der Affen« in der neuen Altstadt oder mit dem japanischen Performer und Aktivisten Akira Takayama und einer neuen Währung in den Weiten des Mousonturms. Den Abschluss bildet ein neues Rimini-Protokoll-Projekt »1440 Szenen für eine Stadt wie Frankfurt«. Ach ja: Auf die Stadt beschränken wird man sich allerdings nicht. Für ihre Trilogie »Land, Stadt, Fluss« sind die Städter Kötter/Seidl aufs Land gegangen – auf der Suche nach der Stadt. Noch eine Art der Invasion … (sfo.).

Agenda | Ansichten

Aus Avantgarde & Off Spaces

Neue Ausstellungen in Frankfurt & RheinMain

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Kunst und Mensch | (c) Hans-Jürgen Herrmann (aus seiner Bilderserie NeuliXt)

Die Agenda »Avantgarde & Off Spaces« ist eine Auswahl interessanter Ausstellungen, die in Frankfurt und Umgebung in Kürze eröffnen oder gerade eröffnet wurden | Die Auswahl vereint vor allem Ausstellungen aus den Bereichen Avantgarde oder Off Spaces und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit | Die Agenda wird Ihnen präsentiert von urban shorts und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain | Weitere Veranstaltungen finden Sie in der Randspalte (Desktop-Version) oder weiter unten (mobile Version)

 

In diesen Tagen

19.09. + 19:00 Uhr | Frank Kunert: Im Rausch der Tiefe | F + KunstSäule + Spielplatz Gutzkowstraße / Brückenstraße | bis März 2019 | Mehr Infos: KunstSäule

20.09. + 19:00 Uhr | Sara Nabil: No Objection Possible | WI + Nassauischer Kunstverein + Wilhelmstr. 15| bis 21.10.2018 | Mehr Infos: NKV

20.09. + 19:00 Uhr | Lara protects me | Gruppenausstellung georgischer KünstlerInnen | F + Museum Angewandte Kunst + Museumsufer | bis 20.01.2019 | Mehr Infos: MAK

 

Bereits laufende Ausstellungen finden Sie in  > AGENDA | ANSICHTEN 2

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Benjamin Krieg©
Ganz schön viel los im September
Quelle: Barbara Walzer (bw.)©

Kultur | Der September

Rentrée in RheinMain

Festivals & Vernissagen: Kulturszenen starten die Saison

Der Begriff »Rentrée« ist eigentlich in Frankreich zu Hause. In jenem Land also, das immer im Sommer kollektiv und gleichzeitig in Urlaub und Schulferien entschwindet und damit für einige Wochen mehr oder minder lahmliegt. Und das zur Rentrée – meist Ende August – dann kollektiv wieder zurückkehrt, vor allem in die Schulen. Rentrée meint nämlich zuerst einmal den Beginn des neuen Schuljahrs. Doch es ist irgendwie auch der Zeitpunkt, an dem überhaupt »das Leben» zurückkehrt. Davor ist übrigens die Zeit der Festivals. Meist im Süden, wo das in Avignon wohl das bekannteste ist. Und das allerdings erst Anfang September stattfindende Festival International du Photojournalisme in Perpignon vielleicht das eindrucksvollste. Doch eigentlich hat fast jeder südfranzösische Ort irgendein sommerliches Kulturfestival. 

Irgendwie scheint die Rentrée mittlerweile auch auf Deutschland übergegriffen zu haben, vor allem auf FrankfurtRheinMain. Auch hier sind nach den diesmal sehr langen sommerlichen Wochen der ebenfalls mittlerweile etablierten Festivals wie Sommerwerft oder Stoffel und der vielen freien Parkplätze die Menschen wieder alle da. Und irgendwie scheinen die Kulturszenen das als kollektiven Startschuss zu sehen. Wohin man im September schaut: Saisonstarts, Eröffnungen, Premieren. Jedes Wochenende ist plötzlich wieder vollgepackt mit »Events« und »Ereignissen«. Da ist gleich das erste September-Wochenende absolut urban-»kunst-voll«: etwa mit so unterschiedlichen Events wie dem »Brückenwall«-Fest, »Rock gegen Rechts« oder der »Bike Night« sowie mit großen und kleinen Festivalstarts wie »Eine Stadt wie Frankfurt«, »implantieren« oder »Golden Leaves«. Weiter geht es am und um das zweite Wochenende mit den Saisoneröffnungen der Galerien, die in Frankfurt diesmal (fast) alle gleichzeitig neue Ausstellungen präsentieren und zum Rundgang einladen. Und da sind dazwischen und danach die großen Museen, die nun nacheinander ihre neuen großen Schauen zelebrieren. Sie alle wollen in jene kurze Zeit, in der das Wetter noch gut ist und die Menschen wieder da sind, und Werbung machen für ihre kommenden Programme. Man könnte meinen: Wer da nichts findet im teils sogar kostenlosen Kulturfeuerwerk, ist selber schuld. Auch wenn die Fülle manchen in diesen Tagen fast schon wieder erschlagen mag. Und ob das wiederum klug ist von den Veranstaltern, müssen diese selbst wissen … (vss.).

Barbara Walzer (bw.)©
Klimts Werke als begehbare Projektionen
Quelle: Atelier des Lumières©

Lettre de Paris (lys.)

Klimt digital in Paris

Ausleuchtung statt Ausstellung

Es ist die derzeit angesagteste und wohl zugleich gewöhnlichste Ausstellung in Paris: Gustav Klimt – einmal ganz anders als digitale Projektion – im »Atelier des Lumières« in der Rue Saint Maur im 11. Arrondissement. Dorthin kommen Touristen normalerweise nur, um den berühmten VIP-Friedhof Père Lachaise zu besuchen. Doch jetzt stehen Tag für Tag Menschen Schlange vor den Kassen, an denen man die nicht ganz billigen Tickets kaufen kann. Die gegenüber wohnenden Nachbarn sind überrascht, die Betreiber der umliegenden Läden und Restaurants beglückt. Ursprünglich wollten die Ausstellungsmacher der privat organisierten digitalen Show bis Mitte November 300.000 Besucher anlocken. Doch nun sind schon in den ersten vier Wochen seit Mitte April mehr als 150.000 Menschen gekommen. Zuweilen waren es 7.000 pro Tag.

Es ist eine ungewöhnliche Schau, auf die nicht nur die französischen Medien aufmerksam machen. Auch die Mundpropaganda funktioniert, denn die auf die Wände der 3.000 Quadratmeter großen ehemaligen Eisengießerei projizierten riesigen Bilder Klimts beeindrucken – und begeistern sogar. Die Meinungen gehen allerdings auseinander. Nicht wenige Kunstexperten sprechen von »Disneyland« oder gar von »ekelhaftem Kitsch«. Doch ob die stark vergrößerten Reproduktionen von Klimts Werken, die von 140 Beamern auf die Wände und sogar auf den Boden gestrahlt werden, nun Kunst oder Kitsch sind, ist sicher auch Geschmacks- oder zumindest Ansichtssache. Günstig ist die Schau auf jeden Fall nicht. 14,50 Euro kostet der Eintritt für Erwachsene, 9,50 Euro für unter 25-Jährige, nur für Kinder unter fünf Jahren ist sie kostenlos. Das Atelier des Lumières will damit Menschen anziehen, die sonst nicht ins Museum gehen. Kleinen Kindern könnte der Aufenthalt in dem oft dunklen Raum etwas Angst machen, aber ganz sicher ist der Besuch der digitalen Show unterhaltsamer als der in vielen traditionellen Museen. Oder zumindest anders. Fast alle Besucher machen Fotos oder Videos mit ihren Smartphones. Und da es nicht viele Bänke gibt, sitzen viele Leute sogar auf dem Boden. Übrigens kann man die Rue Saint Maur von der Bastille oder der Place de la République aus gut zu Fuß erreichen und macht so einen interessanten Spaziergang durch eine bei Franzosen selbst sehr beliebte Gegend ihrer Hauptstadt (lys.).

Atelier des Lumières©
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Quelle: Grenzenlos Kultur©

Mainz | Integratives Theaterfestival

Blick auf Industriekultur und Kulturindustrie

20 Jahre Theaterfestival Grenzenlos Kultur

Theaterfestival Grenzenlos Kultur – Deutschland ältestes Theaterfestival von professionellen Künstlern mit und ohne Behinderungen feiert vom 13. bis zum 23. September seine 20. Ausgabe. Veranstalter ist wieder die »Lebenshilfe Kunst und Kultur« gemeinsam mit dem Festivalort Staatstheater Mainz. Dieses Mal dreht sich das Programm um das Motto des rheinland-pfälzischen Kultursommer »Industriekultur« – und fügt jedoch das Thema »Kulturindustrie« hinzu.

Elf Tage lang spielen über 100 KünstlerInnen mit und ohne Behinderungen in 35 Aufführungen und Veranstaltungen – Theater, Konzerte, Performances, Tanz, Symposium, Schaumstoffwesen-Theater-Spektakel, Glücksspiel, Straßenmusik-und Kindertheater – sowie in einem temporären Zentralcafé auf dem Tritonplatz. Am Samstag, 15. September, spielt zum Jubiläum Percujam, eine Band von Musikern mit und ohne Autismus, gefolgt von dem Film »Halbe Treppe«, der schon an vielen Orten mit den weltberühmten 17 Hippies begeistert hat (red.).

Agenda | Ansichten 2

Mehr aus Avantgarde & Off Spaces

Ausgewählte Ausstellungen in FrankfurtRheinMain

GERADE ERÖFFNET

Sandip Shah: Frankfurter Stadtlandschaften | F + b.k.i. | Foto: Sandip Shah | Mehr Infos: >> Klick auf das Bild

Ausstellungen, die uns besonders gut gefallen haben, erhalten nach der Vernissage den Zusatz »von der Redaktion empfohlen« oder »klein, aber fein« | Besonders hervorgehoben: das »Best of« der bis zu zehn Ausstellungen, welche die Redaktion gerade besonders empfiehlt | Ausstellungen, die in Kürze enden, tragen den Zusatz: »Die letzte Woche« oder »Noch eine Woche«   

 

17.09. + 19:00 Uhr | Marcel Walldorf | F + 1822 Forum + Fahrgasse | bis 20.10.2018 | Mehr Infos: Leider keine Veranstalterseite

16.09. + 11:00 Uhr | Der Duft der Bilder | RÜ + Opelvillen + Ludwig-Dörfler-Allee 9 | bis 06.01.2019 | Mehr Infos: Opelvillen

15.09. + 18:00 Uhr | Radar – Aktuelle Projekte aus Kunsthochschulen | DA + Kunstforum TU Darmstadt + Hochschulstr. 1 | bis 21.10.2018 | Mehr Infos: TU

14.09. + 19:00 Uhr | Young Georgian Characters | F + Atelierfrankfurt + Schwedlerstr. 1-5 | bis 14.10.2018 | Mehr Infos: Atelierfrankfurt | von der Redaktion empfohlen

13.09. + 19:00 Uhr | Bouillon by bouillon | Gruppenausstellung georgischer Künstler | F + Basis + Gutleutstr. 8 | bis 14.10.2018 | Mehr Infos: basis

12.09. + 18:00 Uhr | Volker Kriegel | F + Caricatura Museum Frankfurt + Weckmarkt 17 | bis 20.01.2019 | Mehr Infos: Caricatura

07.09. + 19:00 Uhr | Franz Mädler: Glanz | F + Peter Sillem + Dreieichstr. 2 | bis 27.10.2018 | Mehr Infos: Sillem

07.09. + 18:00 Uhr | Ambivalenzen der Integration | MZ + Rathaus + Jockel-Fuchs-Platz | bis 06.11.2018 | Mehr Infos: KHMainz (pdf)

 

AUCH NOCH SEHENSWERT

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2001. The Space Odyssey | F + Filmmuseum | Foto: Filmmuseum | Mehr Infos: >> Klick auf das Bild

RAY 2018 Fototriennale | Fotoausstellungen in Frankfurt Rhein Main | Frankfurt & RheinMain + an verschiedenen Orten | Übersicht über die Ausstellungen: ExtremeFotografie (us)

Noch eine Woche | 50 Jahre Kubriks 2001 | F + Filmmuseum + Museumsufer | bis 23.09.2018 | Mehr Infos: DIF | von der Redaktion empfohlen

Noch eine Woche | 200 Jahre Marx – The Kids want Communism | Gruppenausstellung | F + Oststern + Hanauer Landstr. 121 | bis 21.09.2018 | Mehr Infos: HfG | von der Redaktion empfohlen

Noch eine Woche | Vitus Saloshanka: Portraits | F + Kunstverein Montez + Honsellbrücke | bis 23.09.2018 | Mehr Infos: Montez | von der Redaktion empfohlen

Noch eine Woche | Digitale Stadt im Fokus der Kunst | Reihe Positionen 2018 | DA + F + WI + Ausstellungen an verschiedenen Orten | teilweise bis 23.09.2018 | Mehr Infos: Positionen

Man muss das Leben tanzen | MZ + Akademie der Wissenschaften und der Literatur + Geschwister-Scholl-Str. 2 | bis 21.12.2018 | Mehr Infos: ADW

Rhein-Main – Die Region leben | F + Architekturmuseum + Museumsufer | bis 14.10.2018 | Mehr Infos: DAM | von der Redaktion empfohlen 

Seungmo Park: Inside into the True | F + saasfee*Pavillon + Bleichstr. 66 HH | bis 18.10.2018 | Mehr Infos: saasfee*

Edwin Schäfer: Farbeit | F + Eulengasse + Seckbacher Landstr. 16 | bis 30.09.2018 | Mehr Infos: Eulengasse | von der Redaktion empfohlen

Thaddäus Hüppi: Hi Guru Geh | F + Perpétuel + Oppenheimer Str. 39 | bis 13.10.2018 | Mehr Infos: Perpétuel (fb)

TRaG. Willkommen | F + Heussenstamm Galerie + Braubachstr. 14 | bis 05.10.2018 | Mehr Infos: Heussenstamm

Jan Schmidt: Absolute Zeiten | F + Anita Beckers + Braubachstr. 9 | bis 20.10.2018 | Mehr Infos: Beckers

Anvar Nazyrov und Dschamilia Hergenreder: Dialog | F + Ausstellungshalle 1 a + Schulstr. 1 a | bis 30.09.2018 | Mehr Infos: Ausstellungshalle

Frank Müller: Lost Places  – Die Faszination des Morbiden | WI + Loftwerk Wiesbaden +Langgasse 20 | bis 26.10.2018 | Mehr Infos: Loftwerk

Sandip Shah: Stadtlandschaften | F + bki bewohnte Kunstinstallation + Seehofstr. 8 a | bis Ende September 2018 | Mehr Infos: b.k.i.

Ulli Böhmelmann: Schwarm | F + Kunstkulturkirche Allerheiligen + Thüringer Str. 35 | bis 30.09.2018 | Mehr Infos: KKK

Virtual Insanity | MZ + Kunsthalle + Am Zollhafen 3-5 | bis 18.11.2018 | Mehr Infos: Kunsthalle | von der Redaktion empfohlen

Neil Beloufa | F + Schirn + Römerberg | bis 28.10.2018 | Mehr Infos: Schirn | von der Redaktion empfohlen

Ulrich Zwick: Schwarz und Weiß – oder bunt? | OF + Filmklubb + Isenburgring 36 | Mehr Infos: Filmklubb

Sabine Groß + Tom Früchtl: Im Echoraum | WI + Bellevue-Saal + Wilhelmstr. 32 | bis 30.09.2018 | Mehr Infos: Bellevue

Banker, Bordelle und Bohème | F + Institut für Stadtgeschichte + Karmeliterkloster | bis 2019 | Mehr Infos: ISG

 

Falls Sie an dieser Stelle eine besondere Vernissage / Ausstellung aus FrankfurtRheinMain vermissen, teilen Sie uns dies bitte über das Kontaktformular unten kurz mit. Die Kalender werden ständig aktualisiert.