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Quelle: Immoscout©

Zeitzeichen | Miet-Map Frankfurt

Haste mal nen Tausender für mich …

Zwei Zimmer auf 70 Quadratmetern in Frankfurt Mitte

Das Immobilienportal »Immobilienscout24« veröffentlicht regelmäßig seine »Miet-Maps« für verschiedene Städte in Deutschland. Anhand der S- und U-Bahn-Pläne der Stadt oder der Region lassen sich dort die aktuellen Neuvermietungspreise für Wohnungen entlang der S- und U-Bahnstationen ablesen. In Frankfurt etwa werden mitten in der Stadt für 70 Quadratmeter und zwei Zimmer bereits locker 1.000 Euro Kaltmiete aufgerufen. Doch selbst, wenn man ins weitere Umland geht, ist unter 500 Euro (etwa in Rödermark Ober-Roden) kaum mehr etwas zu machen. Und auch im Stadtgebiet selbst werden die 700 Euro als Durchschnittspreis nur noch selten unterschritten (red.).

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Metropolen als Melting Pot der Migranten
Quelle: Pantheon / Ausschnitt Buchcover©

Urban21 | Metropolen und Migranten

Arrival City FrankfurtRheinMain

Doug Saunders, die Arrival Cities und der Mythos Überfremdung

Ob Zuwanderer oder Flüchtlinge – weltweit strömten und strömen die Menschen in Metropolen, die überhaupt erst dadurch zu Metropolen werden. Allein Frankfurt wächst um ein bis zwei Prozent jedes Jahr. Doug Saunders – Autor der Bücher »Arrival City« und »Mythos Überfremdung« – setzt sich seit langem mit den globalen Wanderungsbewegungen auseinander und hat bereits 20 Ankunftsstädte weltweit untersucht. Im Mai 2015 hatte er sich die Situation in FrankfurtRheinMain angesehen. Er hat Gespräche mit Migranten und Politikern geführt, um zu verstehen, wie FrankfurtRheinMain als Ankunftsregion für Migranten funktioniert und welche politischen Strategien verfolgt werden.

Saunders Fazit: Frankfurt hat beste Voraussetzungen, mit den Herausforderungen umzugehen. Besonders angetan war er vom Stadtteil Gallus und von den kurzen Wegen in dieser recht kleinen Großstadt. Die Normalität vieler Arrival Cities sei nämlich, Migranten in Hochhaus- oder Plattenbausiedlungen in Vororten unterzubringen. In diesen künstlichen Outbacks fehlten oft Business- und Konsumstrukturen wie Läden und Büros, in denen Migranten Geschäfte oder Offices gründen und einkaufen könnten. Es fehle zudem der Anschluss an eine örtliche Mittelschicht und durch die Entfernung zu den Innenstädten auch der rasche Zugang zum Leben. Genau das böten das Gallus und Frankfurt. Damit wären für zwei der Hauptfelder der Migrationspolitik Grundlagen vorhanden: für das Wohnen und die Integration in ökonomische Strukturen. Die anderen wichtigen Felder sind die Teilhabe an der Bildung (vor allem für Kinder) und auf lange Sicht am politischen Alltag (zum Beispiel durch Integration von Migranten in örtliche Einrichtungen oder Polizei). Saunders nennt Wohnen, Arbeiten, Bildung und Teilhabe die »vier Türen« zur Integration. Seien diese offen, so könne Integration gelingen (vss.).

Dazu auf urban shorts: »Doug Saunders' vier Türen - metropoler Königsweg zur Integration«. Herausforderungen und Strategien angesichts der weltweiten Migrantenzuströme in die Metropolen | In diesem Kontext findet in Frankfurt derzeit die Ausstellung »Making Heimat« im Deutschen Architekturmuseum statt | Die Reihe »Urban21« beschreibt urbane Trends unserer Zeit

Pantheon / Ausschnitt Buchcover©
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Mehr | Metropolen im Vergleich

Rhein-Main gleich(t) Berlin

Kommentar von Dr. Helmut Müller

Was ist schon vergleichbar? Eigentlich nichts! Dennoch lässt sich zugleich nichts ohne Vergleich bestimmen. In der Kunstgeschichte wie in notenlosen Schulklassen, in denen die Kinder zwar ihre Note nicht kennen, wohl aber sehr präzise wissen, wer besser und wer nicht so gut ist. Nicht viel anders ist es, wenn man Räume vergleicht. Berlin und Frankfurt werden oft verglichen. Oft mit dem Rubrum: das große Berlin und das kleine Frankfurt. Doch schon daran sieht man, wie schwierig es mit Vergleichen ist. Denn stimmt das überhaupt, das große Berlin und das kleine Frankfurt?

Ist Berlin nicht nur deshalb groß, weil die Lücken geschlossener sind? Auch rund um Frankfurt wächst ein Ballungsraum Frankfurt Rhein Main. Ein Raum, dessen Lücken immer mehr verschwinden, nicht nur in dem Kunstwort FrankfurtRheinMain. Projiziert man die Fläche Berlins auf diesen Ballungsraum, so finden sich dort kaum weniger Einwohner. Und nimmt man die ganze zusammenwachsende Metropolregion FrankfurtRheinMain, so leben hier mit über 5,5 Millionen sogar wesentlich mehr Menschen. Allerdings gibt es Unterschiede: Nicht in einer Stadt, sondern in 20 oder mehr Städten leben diese Menschen. In Zeiten größerer Partizipation und Basisnähe sicher kein Nachteil. Es gibt nicht ein Kulturamt, das alle Intendanten, Verwaltungschefinnen oder Generalmusikdirektoren beruft – sondern viele, mit allen Chancen für eigene Profile und eigene Konturen. Größer oder kleiner? Was soll’s? FrankfurtRheinMain ist einfach anders …

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Stadtteilfeste - Orte und Momente, in denen sich die Anwohner näher kommen sollen
Quelle: Barbara Walzer (bw.)©

Frankfurt(s) Feste im Wandel

Viertel wandeln sich, Feste auch

Gallus | Bahnhofsviertel | Brückenwall | Frankfurt

Frankfurt verändert sich rasant. Alle Zahlen über das Wachstum an Gebäuden und Menschen müssen immer wieder korrigiert werden. Kratzte man vor fünf Jahren noch an der 700.000-Grenze, so sind es längst mindestens 730.000 Menschen mit Hauptwohnsitz in dieser Stadt. Über Tag – und auch zuweilen abends – schwillt die Zahl der Menschen locker auf 1,5 bis zwei Millionen an. Und bei den Bewohnern kommen jedes Jahr rund 10.000 neu hinzu. Mit ihnen wächst Frankfurt auch in anderer Hinsicht. Ganze neue Quartiere wie das Europaviertel oder der Riedberg entstanden. Weitere sind angedacht. Viertel, deren Antlitz aber irgendwie an einstige sozialistische Zuckerbäcker- oder neue asiatische Retortenstädte en miniature erinnert. Und mit ihnen kommen viele Menschen, die erst noch Frankfurter werden müss(t)en. Oder solche, die es auf dem Durchzug durch diese Stadt eigentlich gar nicht werden wollen.

Das alles verändert Frankfurt. Gegenhalten könnten die alten Viertel. Doch auch sie verändern sich mit. Wie sehr, kann man an den Quartiersfesten sehen. Urban shorts-Redakteurin Petra Manahl hat sich mal einige der Feste (und deren Viertel) angesehen. Feste, die gerade wieder anstehen. Sie war im Gallus, das derzeit die heftigste Gentrifizierung der Stadt erlebt. Mit dem benachbarten Europaviertel »upgradet« es sich derzeit monatlich so schnell wie früher andere Stadtteile in einem Jahr – mindestens. Und nirgendwo treffen die Milieus härter aufeinander. Das urig-alternative und noch ursprüngliche Koblenzer Straßen-Fest scheint da fast ein Relikt. Doch die anstehende Verdrängung der das Fest tragenden Stadtteilinitiative Siks aus ihren Büros wirkt bereits wie ein Menetekel. Manahl war auch in Brückenwall- und Bahnhofsviertel. Dort ist alles längst schicker und sind die Preise längst merklich teurer. Dort zeigt sich auf den Festen bereits ein Graben. Da sind die mehr oder minder Alteingesessenen, die ihr Viertel-Image vom bunten Bahnhofs- oder hippen Brückenwall-Quartier transportieren wollen. Eigentlich ist schon das im Ansatz falsch, werden damit doch Quartiere zur Schau gestellt, wo die Feste eigentlich der Integration dienen sollten. Doch selbst das mit dem Image gelingt nur bedingt, wird konterkariert von Party-Massen. Irgendwie nähern sich auch diese Feste denen auf der Berger oder Schweizer, wo von den Anwohnern wenig zu sehen ist, weil Menschen von außerhalb den Ton angeben.

Bezeichnend die jüngste Pressekonferenz, auf welcher das Programm der Bahnhofsviertelnacht vorgestellt werden sollte. Auf dem Podium: ein Oberbürgermeister (aus Kalbach), ein Tourismuschef (Nidderau, hat zumindest eins seiner Büros im Viertel) und ein Stadtmarketingleiter (Bonames). Genau eine Minute sprachen die drei Herren im Anzug über die 50 Programmpunkte. Ansonsten beantworteten OB & Co. Fragen, die keiner gestellt hatte. Wir erfuhren, dass der OB nicht möchte, dass »Anzugträger« das Viertel überschwemmen, dass er selbst nach acht abends mit seinem Baby ins Viertel kommt und sich wundert, dass das Baby nicht negativ aufgenommen wird (was auch immer er damit sagen wollte), und dass mindestens zwei der drei Herren ihre Friseure im Viertel haben. Nur über die Programmpunkte erfuhren wir nichts. Kunststück: Von den 50 eigentlichen Akteuren war keiner auf dem Podium vorgesehen … (vss.).

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Feiert Kommerz oder Kreativität im Frankfurter Brückenviertel?
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Brief aus dem Brückenviertel (pem.)

Brückenwall (sehn-)sucht Berlin Mitte

02.09. | Ein kleines Viertel und ein etwas zu großes Fest

Als »Frankfurts Berlin Mitte« wurde die Brückenstraße im Stadtteil Sachsenhausen vor einigen Jahren bejubelt. Innenstadtnah und doch etwas versteckt, schufen dort Kreative mit kleinen Labels auf wenigen Metern ein Flair urbaner Lässigkeit und eine Alternative zu den Shopping Malls, den Flagship Stores und der Monotonie der globalen Markenriesen. Der Hype inklusive eines veritablen Brückenstraßen-Tourismus hat sich zwar mittlerweile wieder gelegt. Und geblieben sind glücklicherweise einige der eigensinnigen Designer und verschroben-charmanten Lädchen, neue sind auch in der kreuzenden Wallstraße hingekommen. Doch insgesamt ist alles etwas weniger undergroundig, wenn auch (noch) nicht ganz mainstreamig geworden. Wobei unglücklicherweise das Viertel seither auch eins der am stärksten anziehenden auf der Frankfurter Gentrifizierungsskala ist. Da ist der Grat schmal zwischen originell und kommerziell.

Schon früh hatten sich verschiedene Ladenbesitzer auch zu Aktionen zusammengetan – und einmal im Jahr gemeinsam mit den umliegenden Kneipen und Anwohnern ein spätsommerliches Brückenstraßenfest gefeiert. Das kam allerdings nicht erst mit den Kreativen, sondern hat eine jahrzehntelange Tradition als Nachbarschaftsfest, zu dem jeder etwas mitbrachte. Unter dem Label »Brückenwall« ging das neue Fest 2016 in sein zehntes Jahr. Doch aus der nachbarschaftlichen Initiative ist heute ein gut vermarktetes Event geworden, das obendrein auch noch kommerzieller daherkommt, als es wohl eigentlich sein will. Nun kann man ja beklagen, dass sich in der provinziellen Enge Frankfurts wahrlich großstädtische und nicht glatt gebürstete Orte und Veranstaltungen nur allzu oft verselbständigen (der Friedberger Markt oder die Bahnhofsviertelnacht lassen grüßen …). Oder dass eine Weiterentwicklung eben nicht jedem gefällt. Doch die einstmals ganz besondere Atmosphäre der Brückenstraße war schon 2015 kaum mehr spürbar: Schweizer Straße, Berger Straße – wo sind wir hier gerade? Die Konsequenz? Nicht mitfeiern? Der Masse der Besucher, die sich zwischen Schul-, Brücken- und Wallstraße drängt, umwoben vom Geruch nach Gegrilltem vom Portugiesen, Bratwurst oder anderen Köstlichkeiten, von einem teilweile penetrant lauten Stakkato an Musikhappen aller Genres, mit dem obligatorischen »Äppler« mitten im Äppelwoi-Quartier in der Hand und – nicht zu vergessen – mit ja so super viel kreativem und coolem Zeug um sich herum, dürfte das einigermaßen egal sein. Hauptsache feiern. Auch wenn vielleicht die eine oder andere (Laden-) Tür genau deshalb an diesem Tag geschlossen bleibt (pem.).

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Aus der vielleicht letzten Einladung zu einem Koblenzer Straßenfest?
Quelle: © SIKS©

Ein Brief aus dem Gallus (pem.)

Gallus-Gallier ohne Zaubertrank

Das Gallus, seine Nachbarn und sein Straßenfest

Bevor der böse Geist der Gentrifizierung ins Gallus waberte, war es einmal ein industriell-gewerblich geprägter, multikultureller Stadtteil für Menschen, die günstige Wohnungen oder Nischen für Kreatives suchten. Inklusive sozialer Konflikte. Heute ist das Gallus mit dem argwöhnisch betrachteten neuen Europaviertel, das sich wuchtig zwischen altem Gallus und der Messe hineindrängt, vielleicht die Blaupause für das rasante Wachstum Frankfurts. Das politische Bemühen um ein Zusammenwachsen des alten und des neuen Viertels und um Integration ist groß – und zwar um eines, das über die Magie der neuen Mega-Shopping-Mall für die Gallus-Kids hinausgeht. Allerdings drängt die Zeit, denn das Gallus gentrifiziert sich erschreckend schnell – schneller als das restliche Frankfurt.

Doch es gibt auch noch immer »das andere Gallus«, das sich aufbäumt gegen all das neue Glatte, ach so Dynamische und gegen eine Fixierung auf Profit und die Vertreibung der Vielfalt. Beispielgebend engagiert sich seit über einem Jahrzehnt der Verein Stadtteilinitiative Koblenzer Straße e.V. (SIKS) für die aktive Gestaltung des öffentlichen Raumes und des Lebens im Viertel durch die Bewohnerinnen und Bewohner selbst. Er stellt engagierten Menschen eine Plattform zur Verfügung, mit deren Hilfe vielfältige kulturelle, künstlerische und soziale Veranstaltungen gemeinschaftlich umgesetzt werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Aktivitäten, die weder profit-orientiert, kulturell-national noch konfessionell sind – sondern die das Gemeinschaftliche fördern. Das honorierte die Stadt Frankfurt 2006 mit ihrem Integrationspreis.

Zum guten Zusammenleben gehört es auch, miteinander feiern zu können. So wie einmal im Jahr Ende August auf Einladung der Stadtteil-Initiative beim längst legendären Koblenzer Straßenfest. Mit Livemusik, diversen DJs, Kunstausstellungen, Essen und Getränken, Spaß für kleine und große Menschen, einem Flohmarkt, Bingo und mehr. Und bunte Vögel sind auch dabei: Sie ziehen von drinnen nach draußen, um sich den öffentlichen Raum zu eigen zu machen und ihn miteinander zu teilen. So wie es auch auf einem Plakat des Festes im letzten Jahr 2016 zu sehen war. Aber in diesem Jahr hat alles Feiern einen bitteren Beigeschmack. Das SIKS muss Ende 2017 sein angestammtes Laden-Domizil inmitten der Koblenzer Straße verlassen. Gekündigt. Um nicht zu sagen: gentrifiziert. Und wie es mit dem Fest dann weitergeht, ist damit auch offen. Offen sprachen die Macher bereits für 2017 vom »letzten Koblenzer Straßenfest«. Bleibt zu hoffen, dass das SIKS seine Arbeit fortsetzen kann. Es wird im Gallus mehr denn je gebraucht. Und auch das Koblenzer Straßenfest … (pem.).

© SIKS©
Zur Schau stellen - der Alltag im Bahnhofsviertel
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Ffm | Bahnhofsviertelnacht

Die Zehnte. Wieder alles wie gehabt?

17.08. | Das vielfältige Quartier lockt Massen in die Gassen

Als Provinzposse der versuchten und misslungenen Verschiebung eines erfolgreichen – ja übererfolgreichen – Events vom Sommer- ins Winterhalbjahr ist die Bahnviertelnacht aus dem vergangenen Jahr im Gedächtnis geblieben. Denn mit diesem »Trick« gedachten einzelne politische Akteure 2016 ein allzu heißes und grölendes Feiern auf den Straßen auf quasi natürlichem Wege zu verhindern. Das aber konterkarierte eigentlich die ursprüngliche Veranstaltungsidee des Frankfurter Presse- und Informationsamtes unter Nikolaus Münster, das das Ganze vor einem Jahrzehnt ins Leben rief – und war letztlich kaum durchsetzbar. So lockte die Bahnhofsviertelnacht auch 2016 wieder im sommerlichen Fastherbst Massen in die Gassen der Rotlicht-Etablissements, des bunt-kreativen Lebens und Arbeitens sowie der kulinarischen Weltreisen – vor allem auch diejenigen, die sich an anderen Tagen vielleicht nicht in den einstmals verruchten Stadtteil trauen.

Und so wird es auch dieses Jahr sein. Denn das war einst das löbliche Ziel des Ganzen: die Öffnung und Aufwertung des Bahnhofsviertels. Dies war unterdessen im Viertel und beim Fest so gut gelungen, dass auch an dieser Stelle das strapazierte Wort der Gentrifizierung griff und das jährliche Fest, das Einblicke in das tägliche Leben geben und mit dem nachbarschaftlichen Miteinander die Identität stärken sollte, zur Partymeile mutierte. Das neue Sicherheitskonzept und die Verbannung von Außenständen wertete die Stadt im letzten Jahr als Erfolg. Besuchern fiel eine starke Polizeipräsenz auf: Einsatzkräfte an jeder Ecke und patrouillierend. Kein Spaß für beide Seiten. Ansonsten wie immer: Die Straßen schön voll, Menschen schoben sich mäandernd aneinander vorbei, und es knäulte sich immer wieder da, wo Rumstehen oder Rumsitzen angesagt war. Etwas leiser war es zumindest. Doch immerhin: Rund 50.000 Menschen waren da und haben fröhlich gefeiert. So soll es auch in diesem Jahr wieder sein, am 17. August: Insgesamt 50 Stationen können angesteuert werden – von der Bahnhofsmission und der Galerie Rundgænger, über den Drogennotdienst und alteingesessene Schreibwarenläden bis hin zum Galeriehaus Basis und dem Szeneort OYE zeigt sich ein weiteres Mal die Vielfalt des Viertels. Aufgeräumt hat die Stadt in den vergangenen Monaten ja im und um den Bahnhof so intensiv, dass sich der bürgerliche Schrecken in Grenzen halten sollte. Und vielleicht Werbung macht für das nächste Event, wenn am 9. September auf der Taunusstraße eine temporäre Street Gallery eröffnet wird (pem.).