Nachgeschaut | Stadtgalerie

Zu Hause im Grünen

Einblicke in Frankfurter Kleingärten

Die Wartelisten der Kleingartenvereine sind mittlerweile lang. Immer mehr Menschen suchten schon vor Corona und erst recht seit Ausbruch der Pandemie das kleine Refugium im Grünen: zum Rückzug, zum Schaffen, zum Ernten, zum Entspannen. Die Stadtgalerie im Frankfurter Heussenstamm. Raum für Kunst und Stadt warf in diesem Sommer zwei sehr unterschiedliche Blicke auf das Sein dieser kleinen privaten Grünräume. Reinhard Kahn, Frankfurter Fotograf, hat einige Gärten von außen fotografiert. Von dort, wo sie ihren Schutz zur (Um-) Welt haben: meist durch die typischen Zäune mit ihrem Rautenmuster und mehr oder minder dichten Hecken. Er schuf damit kleine Symphonien aus Grün und Licht, hinter denen man das Leben oft nur erahnen kann. Einblicke in dieses Leben gab derweil Stefanie Kösling. Die ebenfalls Frankfurter Fotografin hat die andere Seite der Zäune und Hecken besucht und »die Menschen dahinter« in den Fokus ihrer Kamera genommen. Oder genauer gesagt: das, was die dort tun – oder auch eben nicht tun. Besonders eindrucksvoll sind dabei oft jene Bilder von Stefanie Kösling, die ohne die Menschen auskommen. Die allerdings das Tun und Nichttun dieser Menschen förmlich atmen; in Momenten, in denen diese Menschen gerade einmal für einen Moment den Ort des Geschehens verlassen zu haben scheinen. Unsere Galerie zeigt eine kleine Collage der Bilder von Kahn und Kösling zum Durchklicken. Die Ausstellung war in diesem Sommer nicht nur im Heussenstamm zu sehen. Einige der Bilder der Fotograf*innen waren darüber hinaus auch in den Ausstellungen »Die Stadt und das Grün« im Historischen Museum Frankfurt zu sehen (red.).