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Bei den meisten Kulturprojekten gibt es irgendwo ökologisches Verbesserungspotential
Quelle: Barbara Walzer©

Blaupause Kultur | Fonds Zero

Mehr Umwelt fördern

Kulturstiftung unterstützt Nachhaltigkeit

Kulturinstitutionen – ein schön gewichtiges Wort – setzen sich oft für hehre Werte ein, sind aber in einer Hinsicht oft nicht vorbildlich. Theater- und Konzerthäuser fliegen Künstler*innen nicht selten um den halben Globus, um dem Publikum mal wieder einen »unvergesslichen Abend« zu kreieren. Museen benötigen oft sehr viel Energie, um Räume zu kühlen und abzudunkeln, um kostbare Gemälde oder Handschriften zu schützen. Für große Ausstellungen transportieren sie zudem Leih-Kunstwerke ebenfalls mit gewaltigem Aufwand durch die Gegend. Von zuweilen aufwendig  aufmerksamkeitsheischend produzierten Einladungskarten mal ganz abgesehen (Um das Gewissen zu beruhigen, reden sich Museumsdirektoren dann ein, dass es Sammlerstücke seien). Dabei ginge vieles auch anders. Die Dresden Frankfurt Dance Company und das Dresdner Künstlerhaus Hellerau arbeiten für den Herbst an einer Produktion, die in Frankfurt und Dresden gezeigt werden und mit möglichst wenig unnötigen (Umwelt-) Kosten entstehen soll, indem stark auf lokale Strukturen zurückgegriffen wird. Das Theater Regensburg arbeitet für die kommende Spielzeit an einem umweltsensiblen Ticketing, bei dem die Anreise mit Bus, Bahn oder Fahrrad gefördert werden soll. Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen gibt einen Rabatt von 10 Prozent, wenn mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist wird. Ein Zeppelin muss es dabei übrigens nicht unbedingt sein … (weiter lesen)