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Quelle: Barbara Walzer (bw.)©

06.08. | Bootsgespräche 2018: Kultur & Stadt [1]

Campi, Bühnen und Quartiere

Kulturbaustelle Frankfurt: Wer geht voran? Und wohin?

Irgendwie passt es zur Großbaustelle Frankfurt und zum Sommer, dass gerade zwei gewaltige Kulturbaustellen bleiern auf der Stadt liegen: Städtische Bühnen und Kulturcampus. Seit Monaten warten Bürger*innen und Künstler*innen auf den großen (Ent-) Wurf der Politik. Doch während Stadt und Land dort im Planungsstau stecken, basteln Kreative und Künstler*innen andernorts an vielen kleinen informellen Campi – zur Belebung der Viertel, als Kontrapunkt zu Kommerz und Gentrifizierung oder schlicht für die eigene (Über-)Lebensgrundlage. Vor allem im Osten(d) regt sich Neues. Unter der Dachmarke »Ostport« proben medico international, Atelier Frankfurt und weitere Kulturinstitutionen kulturelles Miteinander. Im »Oststern« bastelt Kunstinitiator Awi Wiesel an einem Kulturcampus light. Und über die ganze Stadt verteilt propagiert Künstler Jan Deck den Zusammenschluss der freien Szene und damit einen veritablen virtuellen Theater-Campus …

Beim Frankfurter Bootsgespräch »Campi, Bühnen und Quartiere. Kulturbaustelle Frankfurt. Wer geht voran?« geht es um diese Baustelle(n) mit Blick auf die vielen kleinen Initiativen in der Stadt. Eingeladen sind Thomas Gebauer (Ostport), Awi Wiesel, Jan Deck und als »Special Guest« mit Blick von außen Daniela Matha, Geschäftsführerin der Projektentwicklungsgesellschaft Offenbach, die unter anderem das neue Hafenviertel verantwortet. Sie sprechen gemeinsam mit dem Publikum darüber, welche Rolle Kultur bei der Stadtentwicklung spielt, welchen und wie viele Campi Frankfurt braucht, und welche Rolle Bürger*innen und Künstler*innen auf dem Weg dorthin spielen (können). Sollen – oder müssen – sie selbst aktiv werden? Braucht es einen Masterplan oder lieber viele Handelnde? Es geht um Kultur und Kommerz, um treibende Kräfte und um beharrende Widerstände, um formelle und informelle Campi, um große und kleine Bühnen und um Kultur im Quartier. Diesmal vor allem mit Menschen, die womöglich wissen, wie es geht … (red.).