Global gesehen: Die Sommerzeit gilt nur in den blauen Staaten und Regionen
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Global.21 | Sommer-/Winterzeit

Die Zeitzonenzonen der Welt

Sommerzeit gibt's vor allem in Nordamerika und Europa

In diesen Wochen begann und beginnt sie wieder: die Zeit, in der die Welt nicht mehr einheitlich tickt. Zumindest, was die Uhr(en) angeht. Immer im Winter hat die Welt eine einheitliche Zeit, wenn auch sorgsam unterteilt in 24 mehr oder minder einheitliche Zeitzonen. Mit dem Frühlingserwachen jedoch zerfällt diese Einheit dieser Welt. Viele Staaten dreh(t)en an ihren Uhren und führ(t)en auch dieses Jahr wieder eine Sommerzeit ein, vor allem in Europa und Nordamerika. Noch viel mehr viele Staaten jedoch tun dies nicht (oder nicht mehr). Unsere Karte zeigt diese sommerlichen »Zeitzonenzonen-Landschaften«. Rot sind die Staaten, welche anscheinend schon genug Sommer haben, um keine eigene Sommerzeit mehr zu benötigen. Orange sind jene Staaten, welche die Sommerzeit schon einmal hatten – und mittlerweile genug davon haben. Und blau sind jene Staaten, welche in diesen Tagen mal wieder ihre Uhren umstellen. Damit es nicht zu übersichtlich wird, machen sie dies allerdings nur bedingt gleichzeitig. Während man in den USA beispielsweise bereits Anfang März damit begonnen hat, folgt Mexiko erst Anfang April. Apropos. Zwei grenznahe Gebiete gerade dieser beiden Staaten (Arizona und Sonora) spielen gar nicht mit – genauso wie etwa auch einzelne Gebiete in Kanada oder Australien. Auch in anderen Teilen dieser Welt wird oft über Sinn und Unsinn der Sommerzeit debattiert. In Europa wird womöglich bald zumindest der Wechsel abgeschafft. Dann heißt es vielleicht bald: Sommer das ganze Jahr. Pardon: Sommerzeit natürlich nur. Apropos. Ein Gutes hat die Sommerzeit auf jeden Fall. Sie bringt Israel und die Palästinensergebiete einander näher. Wenn auch nur in einer gemeinsamen Sommerzeit … (sfo.).

In aller eigener Sache

Bleibt zu Hause !

Leitartikel von Volker Stahr

Liebe Leserinnen und Leser,

die Lage ist ernst. Sie könnte kaum ernster sein. Viele Menschen in diesem Lande scheinen dies noch nicht begriffen zu haben. Täglich muss die Politik die Maßnahmen verschärfen, weil immer noch zu viele Menschen in diesem Lande nicht hören wollen. Weil immer noch zu viele Menschen in diesem Lande sich unverantwortlich verhalten dem Leben anderer Menschen gegenüber.

Es ist unverantwortlich, in diesen Tagen Corona-Parties zu feiern. Es ist unverantwortlich, auf Wochen- oder in Supermärkten, die zur dringenden Versorgung der Menschen offengehalten werden, immer noch eng beieinander ein langes Schwätzchen zu halten. Es ist unverantwortlich, in Schlangen keinen Abstand zu halten oder draußen im Freien eng beisammen zu gehen oder zu sitzen.

Urban shorts widmet aus diesem Grund seine Titelseite der so einfachen wie eindrücklichen Arbeit des französischen Illustrators Mathieu Persan. Das Plakat »Réstez la maison«, das Persan entworfen hat und mittlerweile in vielen Sprachen im Internet zur Verfügung stellt, verbreitet sich gerade rasend schnell über Europa hinweg. Persan zeigt auf, was alle tun können, jede(r) einzelne. Zu Hause arbeiten, lesen, nachdenken, malen, Blumen gießen, Freunde anrufen oder einfach nichts tun. Aber zuerst und vor allem das, dem wir uns ausdrücklich anschließen: zu Hause bleiben, soweit es irgendwie geht. Bevor nichts anderes mehr geht …

Urban Shorts – Die Redaktion